• Susanne Brüsch

Zuschauerfragen zur MoMa Sendung „E-Mobil auf zwei Rädern“ - alle Antworten hier!

Am 16. April lief im ARD Morgenmagazin die Service-Sendung „E-Mobil auf zwei Rädern” an der ich beteiligt war. Anschließend regnete es Zuschauerfragen rund um's Thema E-Bikes/Pedelecs und E-Scooter. Die MoMa-Redaktion hat die Fragen an mich weitergeleitet und ich habe sie hier beantwortet und als Q&A zusammengestellt.

An jenem Aprilmorgen fand ich mich mit dem Produktionsteam des WDR um 5:00 Uhr zwischen Hunderten von Fahrrädern im Fachgeschäft Fahrrad XXL Feld in St. Augustin bei Bonn wieder. Reporter Jens Ebert führte lustig-munter durch die mehrmaligen kurzen Schalten, die zwischen 5:30 und 9:00 live zu sehen waren.

Wer die Sendung verpasst hat – hier gehts zum Video auf die MoMa-Seite.

Nun zu den Fragen:

E-BIKES / PEDELECS

Was gilt es beim Kauf eines Pedelecs zu beachten?

Wichtig ist zunächst immer die Überlegung, wo und wofür das Pedelec genutzt werden soll. Beispielsweise möchte sich der Absender der Frage gemeinsam mit seiner Frau gerne in der Natur bewegen, Wald- und Wiesenwege benutzen, aber keine Marathon-Touren machen.

Beim Kauf empfehle ich, so vorgehen:

1. Überblick verschaffen

Das Marktangebot lässt sich in den E-Bike Magazinen am Kiosk und/oder online wunderbar von zu Hause aus studieren. Testergebnisse geben dabei einen guten Anhaltspunkt.

Einige Quellen:

BikeBild (online und am Kiosk)

ElektroRad (online und am Kiosk)

• Greenfinder Vergleichsportal (online)

• eBikeNews (online)

2. Auswahl live

Gehen Sie zu einem gut sortierten Händler oder auf eine Publikumsmesse. Achten Sie bei der engeren Auswahl darauf, ob die Qualität der Komponenten zum Preis des Rades passt. Wie steht es mit der Garantie?

3. Fahren Sie Probe!

Probieren Sie am besten unterschiedliche Marken mit Antrieben verschiedener Hersteller (Bosch, Brose, Shimano, Bafang, Yamaha …) Vergessen Sie den Bergtest nicht!

Checkliste zur Probefahrt: - Welches Antriebssystem liegt mir am besten? - Wie gefällt mir das Fahrgefühl auf dem Rad? - Stimmt die Ergonomie bzw. lässt sie sich passend einstellen?

- Wie ist das Anfahrverhalten generell? - Kann ich am Berg gut anfahren? - Kann ich das Bike tragen? - Ist der Akku herausnehmbar? - Lässt sich das Display intuitiv bedienen?

Die Kaufberatung auf eBike Plus gibt weitere sehr gute Hinweise:

Wie steht es bei den E-Fahrrädern mit Haftpflichtversicherungen aus?

Pedelecs, die bis 25 km/h unterstützen, gelten rechtlich als Fahrräder. Es ist keine Versicherung vorgeschrieben.

Pedelecs die über 25 km/h bis maximal 45 km/h unterstützen (S-Pedelecs) sind versicherungspflichtig und brauchen ein entsprechendes „Mofa“-Kennzeichen. Diese dürfen nur auf der Straße bzw. auf Wegen fahren, die ausdrücklich für Mofas freigegeben sind.

Wie hoch ist die jährliche Versicherung für ein E-Bike mit 500W bzw. 1000W Motor?

Die Versicherung kostet je nach Anbieter ab ca. 38 EUR pro Jahr. Ein Tarif-Vergleich kann sich lohnen. Als erste Anlaufstelle bietet sich der Versicherer an, bei dem Sie Ihre Privathaftpflicht abgeschlossen haben.

Bei einem versicherungspflichtigen Elektrofahrrad handelt es sich um ein sogenanntes S-Pedelec das bis max. 45 km/h unterstützt.

Weitere Infos zum S-Pedelec gut erklärt im Lexikon von eBikePlus

Gibt es Hersteller, die Rekuperation beim E-Bike nutzen, wenn ja, welche? Wenn nein, ist dies in der Zukunft geplant?

Ja, es gibt Antriebe, die eine Rekuperationsfunktion haben, d.h. der Motor arbeitet beim Bremsen oder in einem erschwerten Tretmodus (Rekuperationsmodus) als Generator und lädt dabei die Batterie. Erfahrungsgemäß bringt das ca. 10% mehr Reichweite.

Antriebe mit Rekuperationsmodus sind z.B der „Xion“ aus dem Hause Derby Cycle mit den Marken Raleigh, Focus, Univega und Kalkhoff. Vereinzelt gibt es noch Pedelecs mit dem kanadischen BionX-Antrieb oder dem Go SwissDrive Motor aus der Schweiz. Beide Antriebe werden leider nicht mehr gebaut.

Gibt es E-Fatbikes und wo liegen diese preislich?

Ja, die gibt es von mehreren Herstellern. Sie kosten ab ca. 1500 EUR aufwärts. Eine Übersicht finden Sie bei Greenfinder (Kategorie „FatBike“ anklicken)

Was muss beim Kauf eines Falt-E-Bikes beachtet werden?

Achten Sie darauf dass: - das Bike trotz Antrieb leicht ist - die Batterie einfach herausgenommen werden kann - Sie das Rad einfach und intuitiv falten können - Sie das gefaltete Rad gut tragen können

Wie entsteht der hohe Preisunterschied. Was ist soviel schlechter wenn ein E-Bike nur z.B. 1800 € kostet? Ich brauche doch nur die elektronische Unterstützung.

Der Preis ist leider nicht immer ein zuverlässiger Indiz für Qualität – sprich, teuer heißt nicht ausnahmslos gut und günstig nicht grundsätzlich schlecht. An teuren Bikes wird in manchen Fällen einfach nur mehr verdient.

Dennoch gilt: Sehen Sie genau hin! Wichtige Indizien sind:

- Wie ist die Qualität der Komponenten?

- Ist es ein Markenprodukt?

- Wie sieht es mit der Garantie aus?

- Ist der Service gewährleistet?

- Wie hoch ist die Batterieleistung (Wh)

Ein wichtiger Aspekt beim Service ist die Ersatzteilversorgung. Große, namhafte Marken gelten als zuverlässiger, doch es gibt auch kleine Firmen, die den After-Sales Service gut im Griff haben.

Insbesondere bei der Pressekategorie 1200 bis 1800 EUR gilt es im Einzelfall sehr genau hinzusehen und sich gut zu informieren. Da kann vom Schnäppchen bis zu einem Bike mit kurzer Lebensdauer alles dabei sein.

In der Preiskategorie 1700 bis 2500 EUR finden sich die meisten empfehlenswerten Produkte namhafter Hersteller. Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt hier in der Regel.

Bei Preisen die deutlich darüber liegen bezahlen die Kunden gerne für einen Namen, der für Qualität, Stil oder Prestige steht.

Spielt das zulässige Gesamtgewicht für den E-Bike Transport eine Rolle?

Das zulässige Gesamtgewicht, das ein E-Bike tragen kann spielt für den Transport keine Rolle. Wohl aber das Gewicht des Rades selbst. Beim Transport mit dem Auto ist die zulässige Stützlast des Fahrradträgers bzw. die zulässige Dachlast entscheidend. Im Falle eines Autoanhängers für Fahrräder ist die zulässige Stützlast der Anhängerkupplung zu beachten.

Foto: Cathérine Feld, Fahrrad XXL Feld

Wieviele Amperestunden (Ah) hat eine E-Bike-Batterie?

Ein Lithium-Ionen E-Bike Akku hat zwischen 8 und 14 Amperestunden (Ah).

Eine Amperestunde ist die Ladungsmenge, die innerhalb einer Stunde durch einen Leiter fließt, wenn der elektrische Strom konstant 1 A (Ampere) beträgt. Sie sagt also noch nicht viel über die tatsächliche Leistung der Batterie aus.

Die tatsächlich verfügbare Energiemenge wird daher besser in Wattstunden (Wh) angegeben. Zugleich ist in Wh die Kapazität von Batterien universell vergleichbar.

Wattstunden errechnet man indem man die Ladung (Ah) mit der Spannung (V) des Akkus multipliziert. Ein 36 V Akku mit einer Kapazität von 10 Ah liefert 360 Wh Energie

(36 V × 10 Ah = 360 Wh).

Weitere Infos zur Akku-Kapazität bietet z.B. der Blog eRadHafen

Lohnt die Investition von einem neuen Akku für ein 8 bzw. 9 Jahre altes Kalkhoff E-Bike?

Ja und nein. Schauen Sie was auf dem Akku steht: Ist es ein Original-Akku von Panasonic? Dann lohnt sich der Kauf einer neuen Batterie. Ist es kein Panasonic-Akku sondern der eines Zulieferers, lohnt sich der Kauf nicht. Dann investieren Sie besser in ein neues Rad.

Was macht man in ein paar Jahren wenn man das E-Bike entsorgen möchte?

Bei den meisten Modellen sind die Batterien im Rahmen verbaut und können nicht so einfach abgebaut und entsorgt werden.

Bringen Sie das Rad am besten zu Ihrem Händler zurück. Er kann die Batterie entnehmen und fachgerecht entsorgen.

Wieviel CO2 entsteht bei der Herstellung einer E-Bike-Batterie?

Das ist eine sehr gute Frage. Trotz einiger Nachforschungen kann ich sie nicht genau beantworten. Kann jemand vom Fach helfen?

Hier einige interessante Informationen in diesem Zusammenhang:

Energieverbrauch bei der Batterieherstellung

„Die meisten Studien stimmen überein, dass in der Herstellungsphase vor allem die stromintensive Fertigung der Batteriezellen selbst und an zweiter Stelle die Aufbereitung der Rohstoffe zu Batterie-Werkstoffen die Umweltbilanz belasten. Auf diese zwei Etappen zusammen entfallen zwischen 80 und 90 Prozent des Energieaufwands und der Treibhausgasemissionen der Herstellungsphase.

Die Gewinnung der Rohstoffe fällt hingegen weniger stark ins Gewicht. Diese Aussage gilt zumindest für die gegenwärtig vorherrschenden Abbautechniken (Dezember 2017). Lithium wird bisher zu etwa 70 Prozent in Südamerika aus Salzseen gewonnen. Die Salzlaken werden in Teiche gepumpt, wo sie verdunsten, bis die nötige Lithium-Konzentration erreicht wird. Das geschieht vor allem mit Hilfe der natürlichen Sonnenenergie, verbraucht aber auch viel Wasser. Mit Sorge betrachten einige Experten jedoch, dass vermehrt Lithium aus Gestein – etwa in Australien – gewonnen wird. Der Bedarf an fossiler Energie und somit die Klimabilanz für diese Förderungstechnik sind um einiges höher.“

Quelle: www.energie-experten.ch

Energieverbrauch eines Pedelecs

Hierzu gibt das Handbuch des EU Projekts „GoPedelec!“ Aufschluss:

„Im Schnitt kann ein Pedelec mit 1 kWh 100 km weit fahren. Dies ist der gemittelte Stromverbrauch aus realen Testfahrten, die das Testinstitut ExtraEnergy jährlich durchführt. Ein (sparsames) Auto braucht dafür 50 kWh.“

Ich habe auf meiner 5000 km langen Sand to Snow Tour durch die USA mit einem eMTB und 57.000 Höhenmetern sogar noch etwas weniger gebraucht: ca. 38 kWh insgesamt.

Ein Tesla kommt mit der gleichen Energiemenge etwa 150 km weit.

Hier einige weitere Vergleiche aus dem „GoPedelec!“ Handbuch:

• In einem elektrischen Wasserkocher braucht man in etwa ein Zehntel einer kWh um 1 l Wasser zum Kochen zu bringen.

• Eine Glühbirne mit 100 W Leistung, die 10 Stunden eingeschaltet ist, benötigt 1 kWh Strom.

• Ein Auto mit Verbrennungsmotor hingegen verbraucht heute in etwa 5 l Treibstoff pro 100 km, und das ist bereits ein sehr günstiger Fall. 1 l Treibstoff enthält in etwa 10 kWh an Energie, so dass mindestens 50 kWh pro 100 km erforderlich sind.

CO2 Emissionen pro kWh bei der Pedelec Nutzung

Hierzu heißt es im „GoPedelec!“ Handbuch:

„Je mehr Pedelecs fahren, desto leichter können die gesetzten CO2-Einsparungen erreicht werden, insbesondere da Pedelecs zunehmend Autofahrten ersetzen. Für den CO2-Fußabdruck des Pedelecs ist es aber von sehr großer Bedeutung, wie man sich ernährt. Denn ein Pedelec ist ein Hybridfahrzeug aus Elektromotor und Verbrennungsmotor (wir als Fahrer sind in diesem Fall die Verbrennungsmotoren, die aus Biomasse - unserem Essen - in Form der Tretleistung Bewegungsenergie machen). Hier gilt, wie bei der elektrischen Energie, dass nur dezentrale Erzeugung und dezentraler Verbrauch die höchste Gesamteffizienz ermöglichen.“

Soviel CO2 entsteht bei der Pedelec Nutzung

0.27 kg CO2 pro kWh bei Strom aus einem stark Wasserkraft-dominierten Land (z.B. Österreich) 0,84 kg CO2 pro kWh bei Strom aus einem stark Fossil-dominierten Land (z.B. Griechenland) 1,01 kg CO2 pro kWh bei der Nahrung des Fahrers, Durchschnittsdiät eines Österreichers

Der CO2-Ausstoß kann durch die Nutzung von Strom aus erneuerbaren Quellen weiter verringert werden. Beispielsweise liefert eine 0,3 qm große Solarfläche auf einem mitteleuropäischen Hausdach jährlich soviel Strom, dass man damit 5000 km Pedelec fahren kann.

Das „GoPedelec!“ Handbuch gibt es bei ExtraEnergy kostenlos zum Download Auf Seite 60 und 61 geht es um Nachhaltigkeit in der Energieproduktion und inwieweit das Pedelec dazu beiträgt.

Wie kann ich Gepäck auf dem E-Bike unterbringen und wie sichere ich das Gerät wenn ich parke, z.B. wenn ich in ein Geschäft gehe. Gibt es da Schlösser?

Gepäck bringt man am besten in Seitentaschen unter, die hinten oder ggf. auch vorne an Gepäckträgern befestigt werden.

Hat das Rad keinen Gepäckträger in der Standardausstattung, gibt es diese als Zubehör z.B. von Thule oder Tubus. Für Reisen kann auch ein Fahrradanhänger geeignet sein, z.B. der „Mule“ von ToutTerrain. Auf einen zweirädrigen Anhänger kann man eine Box unterbringen, die verschließbar ist. Zur Sicherung von Gepäcktaschen habe ich leider noch keine optimale Lösung gefunden.

Ein bewährtes Sortiment an Fahrradtaschen gibt es beispielsweise von Ortlieb.

Warum wird die Förderung beim Kauf von Lastenrädern nicht bundesweit organisiert wie beim PKW?

Hintergrund der Frage: „In manchen Bundesländern wird der Kauf von Lastenrädern (mit und ohne E) bezuschusst. Allerdings ist der Prozess sehr umständlich (Beispiel Berlin), zu spät (für 2019 noch nicht gestartet, was bedeutet, dass man frühestens Ende des Jahres 2019 im besten Fall sein Lastenrad hat) und die Mittel sind stark begrenzt. Ein E-Auto kann ich einfach kaufen, obwohl dieses deutlich weniger dazu beiträgt, den Verkehr in den Städten zu entlasten. Umweltfreundlicher ist die Herstellung und der Betrieb im Vergleich zum Auto sicherlich auch. Liegt diese Ungleichbehandlung an der fehlenden Fahrrad-Lobby bzw. an dem großen politischen Einfluss der Automobil-Lobby?“

Dazu sagt Cargobike-Experte Arne Behrens:

„Hierzu mache ich seit langem Lobby. Ja, die Autoindustrie kriegt Ihre E-Auto-Kaufprämie hinterhergeschmissen (obwohl sie vom Umweltministerium gegen das Verkehrsministerium erkämpft werden musste) und im Zweirad-Bereich finden die maßgeblichen politischen Akteure Kaufprämien für Elektromobilität nicht für notwendig.

Ich habe dazu vor der letzten Bundestagswahl Wahlprüfsteine der Parteien veröffentlicht: https://www.cargobike.jetzt/wahlpruefsteine-btw17/

Inzwischen gibt es eine bundesweite Kaufprämie für gewerbliche Schwerlasträder. Das war ein überraschendes Ergebnis des Dieselgipfels. Hier mein Beitrag und Kritik dazu:

https://www.cargobike.jetzt/kaufpraemie-des-bundes-tritt-in-kraft/

In Österreich gibt es übrigens eine sehr umfassende bundesweite Kaufprämie für private und gewerbliche Cargobikes mit und ohne Pedelec-Antrieb. Interessant daran: Im Rahmen der Elektromobilitätsförderung werden hier auch Cargobikes ohne Pedelec-Antrieb gefördert“: https://www.cargobike.jetzt/e-mobilitaetsoffensive-in-oesterreich-400-e-kaufpraemie-fuer-cargobikes/

Auf www.cargobike.jetzt finden Sie auch einen Kaufprämien-Überblick für Deutschland und Österreich

Wie hoch ist die Sicherheit der Fahrräder mit Transportbox vorne (für Kinder, Hunde …)?

Inzwischen gibt es einige Lastenräder mit Transportbox vorne, z.B. von Bakfiets, Riese & Müller, Nihola, und Urban Arrow. Ich habe bis jetzt keine negativen Erfahrungen in Bezug auf die Sicherheit gehört.

Eine Modellübersicht finden Sie auf greenfinder.de (Kategorie „Lastenrad“ anklicken) Mehr über Cargobikes auf cargobike.jetzt

Wo kann man als 'langjähriger' Erwachsener, bisher hauptsächlich Fußgänger, die Straßenverkehrsordnung "erfahren"? E-Bike: absteigen und über den Gehweg schieben?

Die Straßenverkehrsordnung finden Sie hier: https://www.gesetze-im-internet.de/stvzo_2012/

Sofern Sie ein Pedelec fahren, das maximal bis 25 km/h unterstützt, ist meine Empfehlung, das Verhalten dem „Verkehr“ auf dem Gehweg anzupassen, so wie Sie es mit einem normalen Fahrrad auch machen würden. Wenn Sie ein S-Pedelec fahren (bis 45 km/h), unbedingt absteigen!

E-SCOOTER

!!! Update 17. Mai 2019: Heute hat die Änderung der Straßenverkehrsordnung den Bundesrat passiert. Mikromobilität, darunter elektrische Kick-Scooter, sind damit legal !!!

Im Morgenmagazin wurde ein Elektroscooter vorgeführt. Wie lautet der Hersteller- bzw. Markenname?

Der elektrische Kickroller aus der Sendung ist der „Moover“ von Metz.

Gibt es bereits E-Scooter/Tretroller auf dem Markt die der neuen Bestimmung entsprechen und damit eine Zulassung haben?

Ja, die gibt es, z.B. von Egret oder von Metz.

Gibt es E-Scooter für Personen die schwerer sind als 100 kg?

Ja, gibt es, mehrere. Hier finden Sie eine Übersicht.

Auf Google finden sich weitere Modelle mit 100 und mehr Kilo Zuladung.

Was wenn die E-Scooter bis 20km/h keinen Fahrradweg zur Verfügung haben? Auf die Straße oder auf den Fußweg und dann langsam?

Auf die Straße. Wenn das nicht möglich ist, auf den Fußweg und die Geschwindigkeit den Gegebenheiten anpassen.

Darf man die E-Roller mit in die U-Bahn nehmen?

Sehr gute Frage! Laut Fachmann Florian Walberg von Walberg Urban Electrics darf man die E-Roller in öffentliche Verkehrsmittel mitnehmen. Selbst zu den Hauptverkehrszeiten. Sie werden in dem Fall nicht als KFZ gewertet.

Wenn man bereits einen E-Scooter mit einer Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h oder mehr besitzt - dieser aber auf die vorgegebenen 20 km/h drosselbar ist, kann man diesen E-Scooter dann nutzen? Oder muss man sich ernsthaft einen neuen langsameren E-Scooter kaufen?

Mit drosseln ist es leider nicht getan. Um die Zulassung nicht zu verlieren muss der Roller technisch umgerüstet und die Allgemeine Betriebserlaubnis angepasst werden. Die einzige Marke von der bisher weiß, dass sie von Herstellerseite eine solche Umrüstung anbietet, ist „Egret“.

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